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Strategie

Teilzeit-Krankschreibung: Was HR-Manager jetzt wissen müssen

Die Bundesregierung plant eine Teilzeit-Krankschreibung für längere Krankheiten. HR-Manager müssen neue Prozesse entwickeln.

Von Jonas Weber 2 Min. Lesezeit KI-bearbeitet

Die Bundesregierung hat einen Gesetzesentwurf beschlossen, der bei längeren Krankheiten eine Teilzeit-Krankschreibung ermöglicht.

Was ist die neue Teilzeit-Krankschreibung?

Das neue Modell orientiert sich an skandinavischen Vorbildern und erlaubt es kranken Beschäftigten, während einer längeren Arbeitsunfähigkeit reduziert zu arbeiten. Die Teilarbeitsunfähigkeit gilt nur bei Krankheiten, die mindestens vier Wochen andauern. Der Bundestag muss dem Gesetzesentwurf zur Gesundheitsreform noch zustimmen.

Welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein?

  1. Eine ärztlich festgestellte Arbeitsunfähigkeit von mehr als vier Wochen
  2. Der Beschäftigte sieht sich gesundheitlich zur teilweisen Arbeit in der Lage
  3. Der behandelnde Arzt stellt eine Teilarbeitsunfähigkeit von 25, 50 oder 75 Prozent fest
  4. Der Arbeitgeber stimmt der teilweisen Arbeitsaufnahme innerhalb von sieben Tagen zu

Für welche Erkrankungen kommt das Modell in Frage?

Der Gesetzesentwurf nennt konkrete Beispiele: psychische Erkrankungen wie Depressionen oder Angststörungen, bei denen eine schrittweise Belastungssteigerung therapeutisch sinnvoll ist. Auch Wirbelsäulenerkrankungen und onkologische Leiden während oder nach belastenden Therapiephasen eignen sich für das neue Modell.

„Eine reduzierte Arbeitsbelastung kann zur Stabilisierung der Genesung beitragen“, heißt es im Gesetzesentwurf der Bundesregierung.

Was müssen Arbeitgeber beachten?

Unternehmen haben sieben Kalendertage Zeit, um zu prüfen, ob der Arbeitsplatz eine anteilige Arbeitsausübung ermöglicht. Diese Frist beginnt, sobald der Beschäftigte den Wunsch nach einer Teilzeit-Krankschreibung anzeigt. HR-Abteilungen sollten bereits jetzt Prozesse entwickeln, um solche Anfragen strukturiert zu bewerten.

Welche Auswirkungen hat dies für deutsche Unternehmen?

Größere Arbeitgeber wie SAP oder Siemens verfügen oft über die nötigen Strukturen für flexible Arbeitsmodelle. Für kleinere und mittlere Unternehmen bedeutet die Regelung jedoch zusätzlichen Verwaltungsaufwand. Gleichzeitig kann das Modell helfen, Fachkräfte schneller und nachhaltiger ins Arbeitsleben zu reintegrieren – ein wichtiger Aspekt angesichts des Fachkräftemangels in Deutschland.

Fazit

Die geplante Teilzeit-Krankschreibung stellt HR-Abteilungen vor neue Herausforderungen, bietet aber auch Chancen für eine bessere Mitarbeiterbindung. Unternehmen sollten sich frühzeitig auf die neuen Regelungen vorbereiten und interne Prozesse anpassen, sobald der Bundestag dem Gesetzesentwurf zustimmt.

Häufige Fragen zu diesem Beitrag

Ab wann gilt die neue Teilzeit-Krankschreibung?
Die Regelung gilt nur bei Arbeitsunfähigkeiten von mindestens vier Wochen Dauer.
Muss der Arbeitgeber einer Teilzeit-Krankschreibung zustimmen?
Ja, der Arbeitgeber hat sieben Tage Zeit zu prüfen und muss der teilweisen Arbeitsaufnahme zustimmen.
Welche Arbeitszeiten sind bei einer Teilzeit-Krankschreibung möglich?
Der Arzt kann eine Teilarbeitsunfähigkeit von 25, 50 oder 75 Prozent der regelmäßigen Arbeitszeit feststellen.
Jonas Weber
Autor:in

Jonas Weber

Senior Editor — Tools & Plattformen

Jonas Weber ist Senior Editor bei eLearningTrends und spezialisiert auf LMS-, LXP- und Authoring-Tool-Vergleiche.

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